Wenn Landschaft zum Ausstellungsraum wird

Eine Landschaftsaufnahme eines Feldes mit Bergen im Hintergrund. Die Forschungsstation, ein großer metallener Kubus, steht auf einer großen leeren Wiese

17/5/2021

An der steirischen Grenze zu Slowenien hat die Künstlerin Anita Fuchs eine Wiese gepachtet. Dort arbeitet sie seit Monaten aus ihrer FIELD STATION heraus, einem glänzenden Kubus, der an eine minimalistische Skulptur erinnert.
In dieser Forschungsstation widmet sie sich der Frage von Symbiosen: Botanik, Kulturanthropologie, Politik und bildende Kunst werden systematisch verwoben und Verbindungen sichtbar gemacht.

Sichtbar gemacht wird auch der über 50-jährige Pilzkreis, der in der Nähe ihres Basislagers gewachsen ist. Dieses Geflecht aus Mykorrhiza-Pilzen wurde vermessen und in den Grundkataster eingetragen; die Vermessungsskizze wurde nun für die Ausstellung in Originalgröße auf den Boden übertragen.

Als feingliedriges Netzwerk dehnt sich die Zeichnung unterhalb ihres Forschungstisches in den Raum aus und wird zum wissenschaftlichen Zeugnis und zur Metapher für das Unsichtbare von symbiotischen Beziehungen.